Tropische Regenwälder, idyllische Buchten und exotische Lemuren

Madagaskar ist die Insel der Vielfalt, der Farben und der Tiere. Hier finden sich unverwechselbare Landschaften und artenreiche Tierwelten, herzensgute Menschen und eine ursprüngliche Kultur. Ob die berühmte Baobab Allee, das Isalo Gebirge mit den heißen Quellen oder die flauschigen Lemuren, Madagaskar Reisen bieten euch unglaubliche und facettenreiche Erlebnisse.

Kostet die Vielfalt an exotischen Früchten, beobachtet die fluffigen Lemuren in ihrer natürlichen Umgebung und genießt den Duft frischer Vanille.

Unsere Reiseleitung

Reiseleiter Lova Randrianarimanana

Lova Randrianarimanana

Madagaskar
Reiseleiter Aaron Weber aus Madagaskar

Aaron Weber

Madagaskar

Unsere Reisen in Madagaskar

Baobab-Allee Affenbrotbaum bekannte Strasse Madagaskar

Mora Mora und Baobabs auf Madagaskar

Für die berühmte Baobab-Alle geht es quer durch Madagaskar. Auf unseren Ausflügen lernst du das abwechslungsreiche Land kennen. Mit einer Flussfahrt, der Vakôna-Insel und einer Zeltübernachtung ist das Abenteuer perfekt!
Einfach
14 Tage
Abenteuer
Nationalstrasse-7-im-Isalo-Gebirge-

Madagaskar Bike-Challenge – Radreise zu den Lemuren

Ob Regenwald, Kratersee oder Hochland, Madagaskars bezaubert durch vielfältige Natur. Bei dieser Reise bist du mit dem Fahrrad unterwegs und kannst das Land nah an der Natur erleben. Lemuren inklusive!
Mäßig
14 Tage
Aktiv

Individuelle Reiseanfrage

Du reist gern allein, zu zweit oder mit Freunden und der Familie? Gern stellen wir für dich und deine Mitreisenden gemeinsam mit unserer lokalen Reiseleitung eine maßgeschneiderte Myanmar Reise zusammen. – Individuell zugeschnitten auf eure Bedürfnisse, Gruppengröße und Reisetermin.

Mit lokaler Reiseleitung in entspannter Atmosphäre nach Madagaskar reisen

Gemeinsam in kleinen Gruppen oder individuell auf eure persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten geht es für euch auf eine unvergleichliche Rundreise in Madagaskar. Unsere lokale Reiseleitung hat für euch persönliche Lieblingsorte in einer Madagaskar Reise vereint. Der Vorteil? Sie kennen sich in ihrer Heimat am besten aus und zeigen dir auch mal den ein oder anderen Geheimtipp abseits touristischer Pfade.

Themen aus Madagaskar

Reiseleiter im Interview | Lova Randrianarimanana auf Madagaskar

Über die Weiten des Indischen Ozeanes sind wir gereist, um unseren Lova ein paar interessante Fragen zu stellen. Nein, quatsch, es gibt ja auch schnellere
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Fahne MadagaskarMadagaskar

Was sollte man in Madagaskar unbedingt gesehen haben?

Der Film Madagascar hat sie weltberühmt gemacht, Lemuren. Die flauschigen Tierchen mit den großen Kulleraugen, den lauten Schreien und ihrer nächtlichen Lebensweise kommen nur auf der Insel im Indischen Ozean vor. Sie sind sogenannten Feuchtnasenaffen und gehören zu den Primaten. Laut Forschern kam ihre Art vor mehr als 60 Millionen Jahren über den Seeweg, auf Flößen aus Treibholz und bewachsenen Erdschollen, auf die Insel. Hier konnten sie sich ungestört vermehren und weiterentwickeln in verschiedene Arten, während ihre Artgenossen auf dem Festland in der Evolutionsgeschichte von den höher entwickelten Affenarten und den Menschenaffen verdrängt wurden. Deswgen gibt es Lemuren nur noch auf Madagaskar. Leider sind alle Arten stark gefährdet oder vom Aussterben bedroht, da der Mensch die Abholzung der Regen- und Trockenwälder voran treibt und ihnen somit ihren natürlichen Lebensraum nimmt.

Baobab-Allee Affenbrotbaum bekannte Strasse MadagaskarDie afrikanische Landschaft wird geprägt von den auffälligen Baobab Bäumen. Auf der sogenannten Baobaballee, Allee der Affenbrotbäume, im Westen Madagaskars lassen sich besonders schön gewachsene Baobabs bestaunen. Mehr als 50 Affenbrotbäume mit einem Alter von 800 Jahren und einer Höhe von rund 30 Metern stehen hier. Sie sind ein Überbleibsel der tropischen Regenwälder, die es einst auf Madagaskar gab und seit 2007 stehen sie unter Naturschutz. Gerade bei Sonnenuntergang kann man die magische Atmosphäre der Allee genießen.

Rotes Chamaeleon im Dschungel auf einem BaumstammZwischen winzig und riesengroß, Madagaskar überrascht mit seiner Flora und Fauna seine Besucher immer wieder auf ein Neues. Etwa 80 verschiedene Chamäleonarten  leben auf Madagaskar, darunter ist auch das kleinste Chamöleon der Welt, das Brookesia micra. Außerdem gibt es auf der Insel zwei Riesenchamäleons, die mit etwa 70 cm Gesamtlänge 20 Mal größer sind als das Brookesia. Diese Art kommt unter anderem im Nationalpark von Ranomafana vor. Auf dem Bild ist übrigens ein Pantherchamäleon.

Nationalpark Ranomafana

Im Nationalpark Ranomafana können herrliche Wanderungen in der tropischen Wildnis unternommen werden. Mit etwas Glück kreuzen hier einige Lemurenarten den Weg der Wanderer. Bunte, exotische Blumen und fantastische Grünpflanzen säumen den Weg und lassen die Gäste staunen. Der Park und das Dorf Ranomafana haben ihren Namen von den heißen Thermalquellen ((Ranomafana = heißes Wasser). Das Thermalschwimmbad ist eine erholende Belohnung nach einer Wanderung durch den Park.

Projekt Anja-Park

Der Anja-Park, nahe der Stadt Fianarantsoa, ist ein Naturschutzprojekt, das von der örtlichen Bevölkerung ins Leben gerufen wurde. Die Bewohner des Dorfes betreiben mit Herzblut und viel Einsatz das kleine private Reservat, in dem 300 der bekannten Kattas leben. In der schönen Landschaft des Parks kann man die süßen Tiere aus nächster Nähe beobachten.

Isalo Nationalpark

Der Nationalpark Isalo, oder auch Park der Lemuren, beeindruckt seine Besucher mit Felsenlandschaften, die malerisch aus dem Boden ragen. Bei einer mehrstündigen Wanderung kann der Canyon, die Flora und Fauna, aber auch die “piscine naturelle”, die natürliche Schwimmbecken, entdeckt werden.

Antananarivo

Antananarivo, auch Tana genannt, ist nicht nur die Hauptstadt, sondern auch die größte Stadt der Insel. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1625 zurück und ist tief verwoben mit der Geschichte Madagaskars. Heute ist die Stadt der Ausgangspunkt für viele Touristen, nicht nur der internationale Flughafen liegt hier, sondern auch viele Touren haben die Hauptstadt als Startpunkt. Sehenswürdigkeiten sind der Rova von Antananarivo, der ehemalige Königspalast der Insel oder der Freitagsmarkt, auf dem kunsthandwerkliche Gegenstände, madagassischen Edelsteine bis hin zu exotischen Gewürzen und Vanilleschoten gekauft werden können. Antananarivo ist eine turbulente, laute und aufregende Stadt, welche für seine Gäste zum erkunden einlädt.

Kirindy Reservat

Das Kirindy Reservat ist ein tropischer Trockenwald an der Westküste der Insel mit einer Göttinger Forschungsstation im Zentrum. Dieser Park bietet die einmalige Möglichkeit sich das Verhalten der Lemuren in freier Wildbahn erklären zu lassen. Hier leben sieben verschiedene Lemurenarten darunter auch der kleinste Lemur der Welt, der Mausmaki. Berühmt ist das Reservat unter den meisten Reisenden aber für den Fossa, das größte Raubtier auf Madagaskar. Das Fossa wird auch als Frettkatze bezeichnet und zählt zu den gefährdeten Arten. Gerade im November, während der Paarungszeit, können die Tiere auf einem Nachtspaziergang  im Reservat am besten beobachtet werden.

Kulinarisches Madagaskar

In der madegassischen Küche spiegeln sich die kulturellen als auch geografischen Besonderheiten der Insel wieder. In erster Linie bestimmen die heimischen Nutzpflanzen die typischen Essgewohnheiten und für die Bevölkerung ist Reis das Grundnahrungsmittel.

Kulinarisch dominieren generell zwei Strömungen, die internationale und französische Küche, sowie die traditionelle madegassische Küche.

In der traditionellen madegassischen Küche sind die Gerichte weit weniger pikant, als Speisen aus anderen afrikanischen Regionen. Die Sättigungsbeilage bei jedem Gericht ist Reis, dadurch hat Madagaskar täglich einen Verbrauch von bis zu 700 Gramm pro Kopf.
Zubereitet werden die Speisen meist über einem Holzkohlefeuer auf der Veranda oder einer Kochecke.
Zum Frühstück gibt es oft Vary amin’anana, hier wird Reis, wahlweise mit Eiern, Fleisch aber auch Honig serviert. Oft werden die Reste vom Frühstück für weitere Mahlzeiten verwendet, auch wird der Sud, welcher beim Aufkochen des eingebrannten Bodensatzes im Reistopf entsteht, als Getränk zum Essen serviert. Der sogenannte Ranovola ist blassgelb, leicht trübe und ist ausgesprochen geschmacksarm.
Zebu Rinder liefern auf der Insel die Grundlage für viele Fleischgerichte. Beliebtes Gericht ist das Lelan’omby sosy, Rinderzunge eingelegt in Ingwer – Tomatensoße. Das Fleisch der Zebus ist auch Grundlage für die feine Romazava Brühe. Diese ist auch über Madagaskar Grenzen hinaus bekannt und unterscheidet sich je nach Region in ihrem Genuss.
Für die Gerichte werden vor allem einheimische Gewürze und Kräuter genommen. Auch der Manoik, eine pflegeleichte, robuste Knolle, ist eine beliebte Zutat. Roh ist die Wurzel ungenießbar, daher wird sie meist gerillt oder gekocht. Sie wird auch zu Mehl weiterverarbeitet, aus dem dann Kroketten, Krapfen, aber auch Kuchen hergestellt werden. Im Gegensatz zu anderen Gemüsesorten werden bei der Maniokknolle auch die Blätter verspeist, diese werden meist zerstampft, gekocht und als Belage serviert. Ein sehr bekanntes Gericht ist Ravitoto, ein kräftiger Eintopf aus Maniokblättern und Fleisch. Der Eintopf wird mit Reis und gehackten, gewürzten Tomaten gereicht. Da die Herstellung dieses Eintopfes mehrere Stunden erfordert, muss es in Restaurants meist vorbestellt werden. Das Fleisch ist nach der langen Garzeit besonders zart und dank der Brühe zudem sehr saftig.

Der Umgang mit Nutztieren und Fleisch ist auf der Insel anders als in Europa, hier werden die Tiere direkt vor den Augen der Kunden auf dem Marktplatz geschlachtet, zerlegt und direkt verkauft. Der daraus resultierende Vorteil ist, dass nur so viel Fleisch produziert wird, wie nachgefragt wird. Da verwundert es die Gäste aus dem Ausland schon, dass der Metzger seine Waren ohne entsprechende Kühlung anbietet. Auf Madagaskar wird das Fleisch aber schneller verkauft und verarbeitet, als es bei uns in Deutschland der Fall ist. Fleischkäufe werden auf der Insel jeweils nur für den Tag getätigt und somit ist das ohne Kühlung angebotene Fleisch immer frisch.

Auch Fisch ist in den Küstenregionen ein beliebtes Nahrungsmittel. Die Vielfalt der Fischgerichte in der madegassischen Küche ist schier grenzenlos. Besonders beliebt ist der Tilapia, ein afrikanischer Buntbarsch, aber auch Shrimps werden gerne gegessen. Als Ravimbomanga sy patsa kely, findet man diese mit Süßkartoffelblätter in den Restaurants.

Durch das tropische Klima auf Madagaskar können die verschiedensten Gemüse- und Obstsorten hervorragend gedeihen. Dies liegt unteranderem an der Kolonialvergangenheit von Madagaskar So haben Franzosen den Apel- und Birnenbaum auf der Insel kultiviert. Physalis, Erdbeeren, Papayas, Ananas, Bananen und Jackfrüchte können das ganze Jahr über auf der Insel geerntet werden.

Eine sehr beliebte Nachspeise ist die Banane flambeé. Eine in reichlich Butter, Rohrzucker und Rum marinierte Bananen, welche vor dem Verzehr flambiert wird und den krönenden Abschluss des Abendessens darstellt.

Empfehlungen

“Boil it, cook it, peel it or forget it”. Alle Lebensmittel die nicht gekocht, gebraten sind oder geschält werden können sollten vermieden werden. Auch sollte nur Wasser sicheren Ursprungs getrunken und zum Zähneputzen genutzt werden. Nur Wasser aus verschlossenen Trinkflaschen trinken, nie Leitungswasser.

Die deutsche Botschaft in der Hautstadt von Madagaskar hat keine Konsularabteilung, daher muss sich bei Passverlust, Unfall oder Todesfall an die deutsche Botschaft in Daressalam in Tansania gewendet werden.

Einreise

Die folgenden Daten betreffen Reisende mit einem gültigen deutschen Ausweisdokument und dem Reiseziel Madagaskar.

Visabestimmungen

Es wird ein Visum bei einem Aufenthalt auf Madagaskar benötigt. Das Visum kann bei Einreise vor Ort an internationalen Flug- und Seehäfen für einen Aufenthalt bis zu 30 Tage ausgestellt werden. Des Weiteren kann das Visum vorab bei der zuständigen Behörde beantragt werden. Es gibt außerdem die Möglichkeit, e-Visa für maximal 90 Tage und einmalige Einreisen unter https://evisamada.gov.mg/en/ zu beantragen.

Besonderheit:
Bei Beantragung des Visums vor Ort ist zu beachten, dass die Beförderung ohne Visum von einigen Fluggesellschaften vorab genehmigt werden muss. Bitte informiere dich diesbezüglich rechtzeitig bei der Fluggesellschaft.

Bearbeitungszeit:
Die gewöhnliche Bearbeitungsdauer beträgt etwa 7 Konsulatsarbeitstage nach Eingang der Antragsunterlagen. An Nationalfeiertagen kann es zu Verzögerungen kommen. Online solltest du dein Visum mindestens 3 Tage vor Reiseantritt beantragen.

Einreise über den See- und Landweg:
Ein Visum muss vorab beantragt werden.

Mitzuführende Dokumente:
– Hin- und Rückreiseticket
– Kopie Auslandsversicherung
– Nachweis Beförderung der Fluggesellschaft ohne Visum
– Visumantrag
– biometrische Passbilder
– Nachweis Gelbfieberimpfung
– Meldebescheinigung

Bei Fragen rund um spezifische Einreise- und Visabestimmungen mit Wohnsitz im Land Deutschland wende dich bitte an die zuständige Botschaft in Berlin oder an die Konsulate in Hamburg, Düsseldorf, München oder Heidelberg.

Bitte beachte, dass sich die Visabedingungen kurzfristig ändern oder individuell behandelt werden können. Nur die zuständige Botschaft oder eines der zuständigen Generalkonsulate können rechtsverbindliche Informationen und Hinweise und/oder über diese Informationen hinausgehende Informationen und Hinweise liefern. Informiere dich rechtzeitig.

Transitvisabestimmungen

Visumpflichtige Personen benötigen ein Transitvisum. Außer Reisende, die innerhalb von 24 Stunden weiterfliegen, gültige Dokumente für die Rück- oder Weiterreise vorlegen können und den Transitraum nicht verlassen.

Einreisebestimmungen

Nach Madagaskar ist es möglich mit einem Reisepass, einem vorläufigen Reisepass und einem Kinderreisepass einzureisen. Nicht möglich ist es mit dem Personalausweis oder dem vorläufigen Personalausweis einzureisen.

Gültigkeit der Reisedokumente:
Reisedokumente müssen bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.

Hinweis für Minderjährige:
Alleinreisende Minderjährige benötigen eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten in französischer Sprache, sofern sie nicht in Madagaskar wohnhaft sind.

Bitte beachte, dass sich die Einreisebestimmungen kurzfristig ändern oder individuell behandelt werden können. Nur die zuständige Botschaft oder eines der zuständigen Generalkonsulate können rechtsverbindliche Informationen und Hinweise und/oder über diese Informationen hinausgehende Informationen und Hinweise liefern. Informiere dich rechtzeitig.

Impfbestimmungen

Für Madagaskar sind keine Impfungen vorgeschrieben.

Besonderheiten:
Bei der Einreise aus Gelbfieberinfektionsgebieten ist eine Gelbfieberimpfung notwendig.

Impfempfehlungen:
Folgende Impfungen werden bei der Einreise auf Madagaskar empfohlen:
– Impfungen gemäß aktuellem Impfkalender des Robert-Koch-Instituts
– Hepatitis A
– Cholera
– Hepatitis B, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition
– Typhus, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition
– Tollwut, bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Exposition

Masern:
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat einen fehlenden Impfschutz gegen Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt. Sowohl Kinder als auch Erwachsene sollten daher ihren Impfschutz überprüfen und gegebenenfalls vervollständigen.

Malaria:
Bitte beachte, dass in einigen Gebieten Malaria vorherrscht. Eine prophylaktische Behandlung mit Malariamedikamenten wird empfohlen.

Besonderheiten für Schwangere und Kinder:

Für Schwangere:
Bitte beachte, dass im Reiseziel aktuell folgende spezielle gesundheitliche Gefahren bestehen:
– Chikungunya-Fieber

Für Kinder:
Bitte beachte, dass für Kinder aktuell folgende spezielle gesundheitliche Gefahren bestehen:
– Dengue-Fieber
– Polio

Datenstand vom 06.01.2020 11:33 Version 10 für earthwalker GmbH , Hüblerstraße 2, 01309 Dresden

Aktuelle Länder mit Gelbfieberinfektionsgefahr:

Afrika:
Äquatorialguinea, Äthiopien, Angola, Benin, Burkina Faso, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kamerun, Kenia, Kongo, Liberia, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Sudan, Südsudan, Togo, Tschad, Uganda, Zentralafrikanische Republik

Zentral- und Südamerika:
Argentinien, Bolivien, Brasilien, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Kolumbien, Panama, Paraguay, Peru, Suriname, Trinidad und Tobago, Venezuela

Landesdaten

Einwohner und Sprache

Die Republik Madagaskar, oder Repoblikan’i Madagasikara auf Madagassisch, ist die viert- größte Insel der Welt und liegt an der Ostküste Afrikas im Indischen Ozean. Mit einer Gesamtfläche von ca. 587.000 km² ist die Insel fast doppelt so groß wie die Bundesrepublik Deutschland. Auf dem „6. Kontinent“ leben knapp 26.6 Millionen Einwohner. Madagaskar wird aufgrund seiner Artenvielfalt in der Tier- und Pflanzenwelt, die nur auf der Insel vorkommt, als „6. Kontinent“ bezeichnet.

Die Hauptstadt der roten Insel ist Antananarivo mit ca. 2 Millionen Einwohnern. Die Hälfte der Einwohner von Madagaskar sind Anhänger der ursprünglichen Naturreligionen und rund 8 Million sind christlichen Glaubens. Die Amtssprache auf der Insel ist Französisch, aber untereinander kommunizieren die Madegassen in ihrer Landessprache Madegassisch.

Klima und Wetter

Madagaskar hat zwei charakteristische Jahreszeiten, zum einen die Regenzeit (Januar-März) und die Trockenzeit (April-Oktober). Auch die einzelnen Regionen unterscheiden sich in ihrem Klima, so ist die Nord- und Westküste feuchtwarm in der Regenzeit, mit einer gemäßigten Trockenzeit. Die Ostküste hat tropisch, heiße und regenreiche Sommer mit ganzjährigen Passatwinden und die Südküste ist sehr trocken, mit gelegentlichen Regenfällen und angenehmen Temperaturen. Im Landesinneren, dem Hochland von Madagaskar, kann die Temperatur in der Trockenzeit unter den Gefrierpunkt sinken.
Madagaskar ist geoökologisch eine ältere Insel, da sie sich vor einem langen geologischen Zeitraum vom Festland getrennt hat. So konnten sich viele endemische Arten und Gattungen von Tieren und Pflanzen auf der Insel entfalten.

Zeitverschiebung

Nach Deutschland beträgt der Zeitunterschied +1 Stunde in der Sommerzeit und +2 Stunden in unserer Winterzeit.

Geld und Währung

Madagaskar hat den Ariary (MGA) als Währungseinheit. 1 Ariary sind ungefähr 0,00024 € und 1 € sind ca. 4.122,37 MAG (Stand Juli 2019). Auf Madagaskar wird fast alles in Bar bezahlt, Geldautomaten sind nur in den größeren Städten zu finden und hier wird meist nur die internationale Visa Karte akzeptiert. Geld tauschen geht nur in der Hauptstadt Antananarivo und hier am besten direkt am Flughafen. Möglichkeiten Geld zu tauschen gibt es in ländlicheren Gegenden nicht. Daher ist es ratsam Geld für die gesamte Reise am Flughafen zu tauschen.

Trinkgelder

Auf Madagaskar ist es üblich Trinkgeld zu geben. Wichtig bei dem Trinkgeld ist, dass es in Ariary gegeben wir und nicht in Euro, Dollar oder andere Währung, da diese auf Madagaskar keinen Wert hat.

Guides in Nationalparks, Fahrer, Kofferträger und Parkplatzanweiser verdienen meist ihr tägliches Gehalt über das Trinkgeld. Angemessen sind je nach erbrachter Leistung 2.000 bis 10.000 Ariary, wobei nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Grundsätzlich gilt aber, jeder gibt was er kann und möchte. Allerdings sollte davon abgesehen werden, weniger als 500 Ariary zu geben, da es viele Madegassen als Beleidigung empfinden. In Restaurants sind ca. 5% des Gesamtbetrages ein angemessenes Trinkgeld. Zimmermädchen bekommen zwischen 2.000 und 10.000 Ariary.

Elektrizität

Der Strom auf Madagaskar beträgt 220 V und 50 Hz, daher können deutsche Geräte auf der Insel genutzt werden. Euro-Stecker können grundsätzlich genutzt werden, aber Schuko-Stecker passen nicht in alle Steckdosen auf Madagaskar.

Madagaskar hat ein eher mangelhaftes Stromnetz, daher haben abgelegene Hotels und Lodges eigen Stromgeneratoren, welche zum Teil nur zu bestimmten Zeiten und auf Nachfrage laufen.

Kommunikation / WLAN und mobiles Internet

Madagaskar hat die Ländervorwahl 00 261. Soll das Smartphone auf Madagaskar genutzt werden, müssen die Roaming-Gebühren beachtet werden. Die Mobilfunkgebühren hängen von dem jeweiligen Betreiber in Deutschland ab und können bei dem Netzbetreiber erfragt werden.

Eine andere Möglichkeit bietet eine Prepaid-Karte von lokalen Anbietern auf Madagaskar. Die größten Anbieter sind Telma, Orange und Aritel. Allerdings ist das Mobilfunknetzt nicht sonderlich gut ausgebaut und in vielen Orten immer noch mangelhaft. Kauft man eine Prepaid-Karte erhält man eine madegassische Nummer und lädt diese mit sogenannten „credits“ auf, welche an Tankstellen, Hotels oder Restaurants erworben werden können.

Auch das Internet ist auf Madagaskar nicht weit verbreitet, da der Anschluss, auch für deutsche Verhältnisse, sehr teuer ist. Hotels und Lodges verfügen über Internet-Anschlüsse mit WLAN, allerdings sind diese oft sehr langsam.

Notrufnummern
  • Deutsche Botschaft in Antananarivo: 00261 20 – 222 38 02 / 222 38 03 / 222 16 91

Empfehlungen

“Boil it, cook it, peel it or forget it”. Alle Lebensmittel die nicht gekocht, gebraten sind oder geschält werden können sollten vermieden werden. Auch sollte nur Wasser sicheren Ursprungs getrunken und zum Zähneputzen genutzt werden. Nur Wasser aus verschlossenen Trinkflaschen trinken, nie Leitungswasser.

Die deutsche Botschaft in der Hautstadt von Madagaskar hat keine Konsularabteilung, daher muss sich bei Passverlust, Unfall oder Todesfall an die deutsche Botschaft in Daressalam in Tansania gewendet werden.